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Welpenernährung

Ernährung für Welpen
Der junge Welpe befindet sich in einer Phase stetigen Wachstums: Bis zum Zeitpunkt der ersten acht Monate des Lebens bildet der Körper viel neue Masse und neues Gewebe. Je nach Rasse wird der Hund ausgewachsen doppelt bis vier mal so groß als noch als Welpe. Der hohe Bedarf an Energie muss mit der richtigen Ernährung bewältigt werden, schließlich werden junge Hunde normalerweise nur in den ersten drei Lebenswochen mit Muttermilch ernährt.
In meinem Überblick über die wichtigsten Punkte der Welpenernährung beleuchte ich Phasen in der Hundeentwicklung, Arten des Futters aber auch beste Erfahrungswerte hinsichtlich Fütterungszeiten, Mengen und Verbesserungen der Lebensqualität des Hundes.

Gewöhnung ans Futter

Nachdem der kleine Welpe nicht mehr von der Mutter gestillt wird, muss er sich langsam an feste Nahrung gewöhnen. Normalerweise ist dies nach den ersten vier Wochen nach der Geburt des Hundes der Fall. Dies kann bei unvorsichtiger Vorgehensweise zu Problemen führen: der schon durch seine neue Umgebung gestresste Welpe ist besonders anfällig für Störungen in der Verdauungen oder Durchfall. Auch Infektionen können in diesem Alter noch leichter auftreten.
Meistens hat der Züchter mit der Nahrungsumstellung begonnen, daher sollte man im Idealfall das vom Züchter vorgeschlagene Futter übernehmen. Für die Übergangsphase zu festem Trockenfutter gibt es aber auch eine Reihe an Mitteln, die Ersatz für die Muttermilch dienen. Sie werden dann mit weiteren Nährstoffen zu einem Brei ergänzt, der dem Welpen die Gewöhnung an späteres Futter erleichtert.
Damit der Hund sich an das feste Trockenfutter gewöhnt, sollte vor allem zu Beginn auf sehr große Portionen verzichtet werden. Stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass der Hund keinerlei Probleme mit der Verdauung oder Durchfall hat, kann nach und nach langsam die Futtermenge erhöht werden. Andernfalls sollte man in extremen Fällen unbedingt einen Tierarzt um Rat fragen.

  • Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung
  • Muttermilchersatz mit Brei möglich
  • Übernehmen des Futters vom Züchter
  • zu Beginn kleine Portionen testen
  • wenn keine Verdauungsprobleme auftauchen mehr füttern

 

Art und Inhaltsstoffe

Prinzipiell benötigen Welpen in den ersten Monaten besonders viele Nährstoffe, die Nahrung sollte unbedingt darauf abgestimmt sein. Dabei hängt es auch mit der Hunderasse zusammen, wie sich die Ernährung des Welpen zusammenstellt: Kleine Hunde brauchen beispielsweise realtiv fetthaltige Nahrung, da sie durch ihre aufbrausende Art viel Energie verlieren, die sie zum Wachstum jedoch benötigen. Andersherum verhält es sich natürlich mit größeren, ruhigen Hunden. Diese sollten wegen drohender Gewichtszunahme nicht mit fettigen Speisen überfüttert werden.
Für alle Rassen ist jedoch ein gesunder Anteil an Fettsäuren Omega 3 und 6 im Futter empfehlenswert, hohe Proteine und Aminosäuren helfen ebenfalls beim Wachstum. Hier handelt es sich übrigens nicht nur um das körperliche Wachstum sondern auch um eine verbesserte Hirnentwicklung.
Für eine besonders stabile und gesunde Struktur der Knochen, kann Phosphor und Kalzium behilflich sein.
Wegen der im Trockenfutter auftretenden Mischung und Menge an richtigen Nährstoffen, sollte stets das passende Futter zum Entwicklungsstadium des Hundes gewählt werden. Andernfalls kann es zu falschen Entwicklungen oder Störungen des Wachstums kommen. Die Umstellung von einem Junior- auf ein Adultfutter ist bei Rassen unterschiedlich. Tendenziell gilt: Während kleine Hunderassen nach rund einem halben Jahr ihre Körpergröße erreicht haben, brauchen größerer Hunderassen oftmals bis zu zwanzig Monate, um als ausgewachsen zu gelten.
Mit der Zeit kann dem jungen Hund dann auch vollwertiges Futter zur Verfügung gestellt werden, um die notwendigen Mineralien und Nährstoffe abzudecken. Dafür eignet sich Fleisch vom Tiermuskel und frisches Obst und Gemüse sehr gut. Auf Weizen sollte erst einmal grundsätzlich verzichtet werden, da dieses bei Werten, die fünf Prozent Anteil an der Nahrung überschreiten, schwer verdaulich sein kann.
Wird anstelle oder zusätzlich zum Trockenfutter noch frische Nahrung eingesetzt, muss darauf geachtet werden, dass es sich stets um nicht zu kaltes oder gefrorenes Futter handelt. Dies würde dem Hund auf keinen Fall gut bekommen.

  • Viele Nährstoffe, Mineralien, Proteine und Aminosäuren
  • Omega 3 und 6 für gute Entwickelung
  • Phosphor und Kalzium für gute und gesunde Knochen
  • Passendes Futter zum Entwicklungsstadium
  • Frisches Futter ergänzend einsetzen

 

Futtermenge

Auch die Menge des Futters sollte individuell auf die Hunderasse abgestimmt sein. In jedem Fall sollten große Hunderassen nicht schon von Beginn an mit zu viel Futter ernährt werden. Dies kann zu Problemen wie Übergewicht und Haltungsschäden führen, wenn das Wachstum zu schnell und nicht kontinuierlich stattfindet. Kleine Hunderassen scheinen hier unproblematischer, sie sind nicht so anfällig für Völlerei wie ihre großen Hundekollegen. Letztere überfressen sich überaus gerne, was zusätzlich falsche Signale an das Herrchen sendet. Dieser füttert dann immer weiter und wundert sich später über seinen dicken Vierbeiner.

  • Menge an Hunderasse abstimmen
  • große Hunderassen nicht übertrieben füttern
  • Kleine Hunde schätzen ihre Sättigung besser ein als große

 

Fütterungszeiten

Normalerweise sollte der Welpe drei Mal, maximal vier mal gefüttert werden. Durch reglementierte Zeiten kann sich der Hund und seine Verdauung an das Fressen gewöhnen. Außerdem entgegnet der Hundehalter so auf leichte Art und Weise dem Betteln des Hundes. Darüber hinaus wird so auch der Gassigang reglementiert und der Hund lernt, wann er sich erleichtern kann. Kinder oder der Rest der Familie sollten den Welpen dann nicht stören und auch direkt nach der Fütterung noch von seinem Spaziergang ablenken.
Der Hund sollte für sein Fressen ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten eingeräumt bekommen. Prinzipiell sollte der Hund daran gewöhnt werden, schnell zu fressen. Nach dem Fressen und Gassigehen, braucht der Hund rund drei Stunden um sich auszuruhen.
Bei einem ausgewachsenen Hund reicht auch das Füttern am Morgen bzw. Vormittag und Abend. Zwischendurch kann ein Hundelecker als Belohnung eingesetzt werden, jedoch in Maßen.

  • Welpen drei bis vier mal füttern
  • Später zweimalige Fütterung
  • Erziehung zu immer gleichen Zeiten erleichtert auch Rhythmus des Gassigehen
  • Hund während und nach dem Fressen nicht ablenken
  • 20 bis 30 Minuten zum Fressen Zeit lassen
  • Hundelecker in Maßen

 

Trinken

Neben dem Essen muss der Hund auch ausreichend trinken. Rund um die Uhr sollte dem Hund frisches Wasser zur Verfügung stehen, schließlich kann ein Hund relativ lange ohne Nahrung aber wie der Mensch nicht lange ohne Wasser bestehen. Vor allem Welpen benötigen stets große Wassermengen.

 

Optimierung der Gesundheit durch richtiges Futter

Wenn die richtige Hundenahrung eingesetzt wird, zeigt sich schnell, dass der Hund richtig heranwächst und gedeiht. Dies gelingt vor allem mit abgestimmten Mineral – und Nährstoffen. Auch die Eingangs beschriebenen Aminosäuren müssen reichlich vorhanden sein. In den meisten fertigen Trockenfuttermischungen sind die Anteile an eben diesen Stoffen gut eingebracht. Hier ist darauf zu achten, dass das richtige Futter für die entsprechende Rasse gewählt wird. Große Hunde wachsen beispielsweise langsamer als kleine Rassen. Daher sollte großen Hunden mehr Zeit zum Wachsen gegönnt werden. Viele erreichen erst nach zwei Jahren das Stadium des ausgewachsen Hundes.
Die richtige Welpenernährung sorgt auch für einen natürlichen, aktiven Spieltrieb und Bewegungsfreude. Der gesunde Hund ist nicht übergewichtig sondern eher schlank. Vor allem das Fell ist ein Spiegel der Hundeernährung: Ist es gleichmäßig und kräftig sowie glänzend, dann geht es dem Hund gut!

  • Abgestimmte Mineral- und Nährstoffe
  • wichtige Aminosäuren
  • Je nach Rasse verschieden schnelles Wachstum
  • mit guter Ernährung aktiver Hund
  • kräftiger aber schlanker Körperbau
  • schönes, gleichmäßig glänzendes Fell

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