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Giftköder – die Gefahr beim Gassi gehen

Giftköder

Immer wieder häufen sich berichte von Vorfällen mit Giftködern. Armen, unschuldigen Hunden wird vorsätzlich mit Nahrungsmittel, die mit Klingen, Nägeln oder Scherben oder Gift versetzt sind nachhaltig geschadet. Oftmals lassen sich die Schuldigen nur schwer finden, vor allem in Großstädten gibt es nicht wenige Menschen, die ihre Abneigung gegenüber Hunden durch das Verteilen von Giftködern in Parks ausdrücken. Weil es keine richtigen, offiziellen Statistiken zu dem Problem gibt, müssen Hundebesitzer besonders achtsam sein. Wie kann man sich also am besten gegen Giftköder wappnen? In diesem Beitrag bringe ich alle wesentlichen Informationen rund um das Thema Giftköder.


Was sind Giftköder?

Bei sogenannten Giftködern handelt es sich um präparierte Nahrungsmittel, die darauf abzielen Hunden zu schaden. Wie der Name es schon vermuten lässt, werden hier nicht selten verschiedene Gifte in einem Fleisch-, Wurst oder Brotstück versteckt. Gängige Gifte sind unter anderem Frostschutzmittel, Gifte gegen Ratten oder andere Nager oder Schneckengift. Auch Gifte, die eigentlich gegen Pflanzen eingesetzt werden, setzen die Täter wegen der leichten Beschaffungsmöglichkeit. Starke Medikamente, die eigentlich für die Behandlung von Krankheiten beim Menschen eingesetzt werden sollten, werden auch gegen die armen Vierbeiner eingesetzt.

Jedoch kommen nicht immer nur chemische Mittel, also Gifte in den Ködern zum Einsatz: In mindestens 50 Prozent der Giftköder sind Klingen, Nägel oder Scherben zu finden. Besonders gut lassen, diese sich in (Leber-)Wurst oder Fleisch verstecken. Bei vielen Hunden ist der Hunger natürlich größer als die Furcht vor Konsequenzen…

Überblick Giftköderarten – Wurst, Fleisch, Brot oder andere Nahrungsstücke versetzt mit:

  • Schneckengift
  • Frostschutzmittel
  • Rattengift
  • Unkrautmittel
  • (Rasier-)klingen
  • Nägel, Schrauben
  • Glasscherben

Symptome

Ernstzunehmende Symptome sind abhängig von der Art des Giftköders. Vor allem bei eingesetzten Giften kommt sind beim Hund Atemprobleme und Krämpfe verschiedener Art beim Hund zu erkennen. Hinzu kommen nicht selten wiederholtes Erbrechen oder blutiger Durchfall. Hat der Hund Klingen, Nägel oder Scherben verschluckt, sieht man direkt die blutigen Spuren am Maul. Es kommen verletzte innere Organe und somit innere Blutungen hinzu, die unbedingt direkt ärztlich behandelt werden müssen. In keinem Fall sollte man versuchen selber den Hund zu behandeln, wenn er Giftköder gefressen hat. Es herrscht in vielen Fällen Lebensgefahr!

Überblick Symptome:

  • Atemprobleme
  • Krämpfe verschiedener Art
  • Erbrechen
  • blutiger Durchfall
  • äußere und innere Blutungen
  • Lebensgefahr

Gegen Giftköder vorbeugen

Vollständig kann man gegen Giftköder leider nicht vorbeugen. Ersteinmal sollte man als Hundebesitzer Rücksicht auf das Umfeld nehmen und so gar nicht die Aufmerksamkeit oder möglichen Hass auf sich ziehen. Der Hund sollte ruhig und in Wohngebieten angeleint ausgeführt werden, damit sich andere Mitmenschen nicht an dem Tier stören. Viele Menschen haben einfach Angst, vor allem vor großen Hunden. Darauf ist unbedingt geachtet und Verständnis gezeigt werden. Auch Hundehaufen sollten direkt entfernt werden.

Allgemein sollte der Hund so erzogen sein, dass er nicht direkt alle Gegenstände oder Nahrungsstücke ins Maul nimmt oder frisst. Auf den Befehl des Herrchen sollte der Hund hören und dann das verdächtige Nahrungsstück fallenlassen. Stattdessen kann man dem Hund dann ein sicheres Hundeleckerli anbieten.
Sollte es schon zum Verspeisen des Giftköders gekommen sein, kann ein Erste-Hilfe-Set speziell gegen Gifte helfen. Oftmals beinhaltet dieses dann Abführmittel oder Tabletten mit Kohle. Es sollte dazu versucht werden, dem Hund beim Erbrechen zu helfen.
Damit es nicht soweit kommt, sollte der Hund während des Spaziergangs unbedingt im Auge behalten werden. Potentielle Verstecke für Giftköder sind Büsche, Gräben und hohes Gras.

Ist es schwierig den Hund zu erziehen, kann ein Maulkorb Sicherheit verschaffen, auch wenn dieser den Hund natürlich in seiner Freiheit einschränkt.
Eine moderne Möglichkeit der Vorbeugung gegen Giftköder stellen Internetseiten und Apps für Smartphones dar. Hier werden aktualisierte Informationen zu Giftködersichtungen gesammelt und weitergegeben. Jeder Hundebesitzer kann in diesen Portalen dazu beitragen, dass es andere Hundehalter gewarnt werden und es somit weniger zu gefährlichen Vorfällen mit Giftködern kommt.

Überblick Vorbeugung gegen Giftköder:

  • Mit der Hundehaltung Rücksicht auf andere Menschen nehmen
  • Hundehaufen entfernen
  • keine Anwohner stören
  • Hund dahin erziehen, dass er Nahrungsstücke fallen lässt
  • Sichere Hundelecker als Tausch anbieten
  • Erste-Hilfe-Set gegen Gift zuhause haben
  • Hund während des Spaziergangs im Auge behalten
  • ggf. Maulkorb
  • Portale + Smartphone-App einsetzen

Empfehlenswerte Portale mit aktuellen Giftködersichtungen:

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Simon

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